Was ist Informationssicherheit?

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Informationssicherheit (Infosec) ist das Fachgebiet, das sich mit dem Schutz von Informationen – digitaler und physischer Natur – vor unbefugtem Zugriff, Veränderung oder Zerstörung befasst.

Definition der Informationssicherheit

Informationssicherheit, auch als Infosec bezeichnet, ist das Fachgebiet, das sich mit dem Schutz von Informationen vor unbefugtem Missbrauch befasst, damit diese vertraulich, korrekt und verfügbar bleiben. Kurz gesagt: Informationssicherheit hat zum Ziel, digitale und physische Daten zu schützen.

Informationssicherheit ist nicht auf die Verteidigung gegen Hacker beschränkt. Sie umfasst das gesamte Spektrum des Schutzes von Daten – unabhängig davon, ob sie in Cloud-Systemen gespeichert, über Netzwerke übertragen oder in physischen Dateien gespeichert werden. Dieser Bereich verbindet technische Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung und Firewalls mit organisatorischen Vorgehensweisen wie Governance, Risiko und Compliance (GRC). Durch die Bekämpfung einer Reihe von Bedrohungen unterstützt die Informationssicherheit alles, von der persönlichen Privatsphäre bis hin zum globalen Geschäftsbetrieb.

Relevanz der Informationssicherheit

Informationssicherheit ist sowohl für Unternehmen als auch für die moderne Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie schützt das Recht auf Privatsphäre und die Daten, die die Grundlage für den täglichen Betrieb und die Stabilität bilden. 

Im geschäftlichen Kontext ist heute jedes Unternehmen für seinen Betrieb auf sichere Informationen angewiesen: Kundendaten, Finanzunterlagen, Personaldaten, geistiges Eigentum und vieles mehr. Ohne angemessenen Schutz werden diese Informationen zum Ziel für Angreifer, Wettbewerber und sogar Insider-Bedrohungen.

Gleiches gilt für personenbezogene Daten wie Bankdaten, Krankenakten, Online-Konten und sogar Social-Media-Profile, die ohne Informationssicherheit gefährdet sind. 

Folgen unzureichender Informationssicherheit

  • Datenschutzverletzungen: Wenn vertrauliche Informationen offengelegt werden, ist die Datenschutzverletzung selten mit einer technischen Bereinigung abgeschlossen. Rechtsstreitigkeiten, behördliche Untersuchungen und der Verlust des Kundenvertrauens können den Schaden über Jahre hinweg vergrößern.

  • Finanzielle Verluste: Betrug, Diebstahl und Zahlungen für Ransomware belasten das Budget und beeinträchtigen die Geschäftsplanung. Selbst wenn die Versicherung einen Teil der Kosten übernimmt, kosten die Wiederherstellungsmaßnahmen Zeit und Ressourcen.

  • Regulatorische Strafen: Vorschriften wie die DSGVO der EU und der britische Data Protection Act 2018 stellen strenge Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten. Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen in Millionenhöhe.

  • Rufschädigung: Verlorenes Vertrauen lässt sich nur schwer wiederherstellen. Kunden, Partner und Investoren könnten sich von Unternehmen distanzieren, die in der Vergangenheit Sicherheitsmängel aufgewiesen haben.

Grundsätze der Informationssicherheit

Die Grundsätze der Informationssicherheit bilden die Basis dafür, wie Organisationen und Einzelpersonen Daten schützen, und legen fest, was Sicherheit in der Praxis bedeutet. Diese Grundsätze finden täglich in jeder Organisation Anwendung, von Krankenhäusern, die Patientenakten schützen, bis hin zu Banken, die Transaktionsdaten sichern. Sie legen fest, wie mit Daten umgegangen werden soll, wer Zugriff darauf haben darf und was zu tun ist, falls es zu Systemausfällen kommt.

Im Kern konzentrieren sich die Grundsätze der Informationssicherheit vor allem auf drei Aspekte:

  • Es muss sichergestellt sein, dass Daten nur von befugten Personen eingesehen werden können.

  • Daten müssen korrekt und unverfälscht bleiben.

  • Daten und Systeme müssen bei Bedarf zur Verfügung stehen.

Dieses Modell ist allgemein als CIA-Triade bekannt und hat sich zum weltweiten Maßstab für die Definition von Informationssicherheit entwickelt.

CIA: Bedeutung der Informationssicherheit

Die CIA-Triade (Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit) bildet die Grundlage der Informationssicherheit Sie bietet eine praktische Möglichkeit, zu überprüfen, ob Systeme und Daten sicher sind. Jedes Element hat in der Praxis eine eigene Bedeutung.

Vertraulichkeit in der Cybersicherheit

Vertraulichkeit bedeutet, dass nur Personen mit der entsprechenden Berechtigung Zugriff auf sensible Informationen haben sollten. Im Bereich der Datensicherheit im Gesundheitswesen sollten beispielsweise nur der behandelnde Arzt oder die Ärztin und befugtes Personal Einsicht in die Krankenakte eines Patienten nehmen können. Zu Verletzungen der Vertraulichkeit kommt es häufig durch Phishing, Insider-Leaks oder unzureichende Zugriffskontrollen.

Integrität in der Cybersicherheit

Integrität stellt sicher, dass Informationen korrekt und unverändert bleiben. Sie verhindert Manipulationen an Finanzunterlagen, die Fälschung von Systemprotokollen oder die Beschädigung von Forschungsdaten. Wenn beispielsweise bei einem Ransomware-Angriff wichtige Geschäftsdateien verändert oder gelöscht werden, ist die Integrität dieser Daten beeinträchtigt – selbst wenn sie später durch Backups wiederhergestellt werden können.

Verfügbarkeit in der Cybersicherheit

Verfügbarkeit bedeutet im Bereich der Informationssicherheit, dass autorisierte Benutzer bei Bedarf auf die benötigten Daten und Systeme zugreifen können. Ein Denial-of-Service-Angriff, der eine E-Commerce-Website lahmlegt, untergräbt dieses Prinzip unmittelbar. Der WannaCry-Ransomware-Angriff im Jahr 2017, der den britischen Gesundheitsdienst NHS lahmlegte, ist ein klassischer Fall von Verfügbarkeitsausfall: Wichtige medizinische Dienste konnten nicht mehr erbracht werden, da die Systeme gesperrt waren.

CIA: Information Security Meaning

Informationssicherheit im Vergleich mit Cybersicherheit

Auch wenn der Begriff Informationssicherheit oft synonym mit Cybersicherheit verwendet wird, hat er einen weiter gefassten Anwendungsbereich. Cybersicherheit befasst sich in erster Linie mit dem Schutz vor digitalen Angriffen, während Informationssicherheit darüber hinaus auch Richtlinien, Governance und physische Sicherheitsvorkehrungen umfasst, die Daten in jeglicher Form schützen.

Aspekt

Informationssicherheit (Infosec)

Cybersicherheit

Fokus

Schutz aller Arten von Informationen (digital und physisch)

Schutz digitaler Systeme, Netzwerke und Anwendungen

Umfang

Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit

Abwehr von Cyberbedrohungen wie Malware, Phishing, Ransomware

Beispiel

Verhinderung der Weitergabe vertraulicher Daten durch Insider

Abwehr von Ransomware-Kampagnen, die auf Unternehmensnetzwerke abzielen

Die Unterscheidung ist wichtig für das Risikomanagement. Lösungen für die Cybersicherheit bieten Schutz vor vielen digitalen Bedrohungen, doch eine umfassende Strategie für die Informationssicherheit muss auch Compliance, Governance und physische Zugangskontrollen berücksichtigen. 

Typische Bedrohungen für die Informationssicherheit

Bedrohungen für die Informationssicherheit gehen sowohl von externen Angreifern als auch von internen Risiken aus. Zu den gängigsten gehören:

  • Phishing: Die Angreifer geben sich als vertrauenswürdige Stellen aus, um Anmeldedaten zu stehlen oder Beschäftigte dazu zu verleiten, Geld zu überweisen.

  • Ransomware: Kriminelle verschlüsseln Dateien und verlangen Zahlungen für die Entschlüsselung. Gruppen wie LockBit und Clop haben weltweit tätige Unternehmen um Millionenbeträge erpresst.

  • Lieferkettenangriffe: Kriminelle kompromittieren einen Drittanbieter, um in Zielorganisationen einzudringen.

  • Insider-Bedrohungen: Angestellte oder Vertragspartner mit Zugriffsrechten missbrauchen ihre Befugnisse.

Jede Bedrohung lässt sich auf die CIA-Triade zurückführen: Phishing verletzt häufig die Vertraulichkeit, Ransomware beeinträchtigt sowohl die Integrität als auch die Verfügbarkeit. Insider-Bedrohungen können alle drei Aspekte gleichzeitig betreffen. 

Informationssicherheits-Risikomanagement

Informationssicherheits-Risikomanagement ist der Prozess der Erkennung, Bewertung und Eindämmung von Risiken für Informationsressourcen. Unternehmen nutzen strukturierte Rahmenwerke wie ISO 27001 oder das NIST Cybersecurity Framework als Leitfaden für diese Maßnahmen.

Die Schritte umfassen in der Regel:

  1. Erkennung von Bedrohungen – wie Phishing, Insider-Missbrauch oder nicht gepatchte Software

  2. Bewertung des Risikos – unter Berücksichtigung sowohl der Eintrittswahrscheinlichkeit als auch der Auswirkungen

  3. Anwendung von Kontrollen – technische Maßnahmen wie Verschlüsselung und verfahrenstechnische Maßnahmen wie Schulungen

  4. Überprüfung der Effektivität – Aktualisierung der Pläne, wenn sich Bedrohungen verändern

Beispiele für wichtige Aspekte der Informationssicherheit sind:

Risikomanagement ist nicht statisch. Es muss sich an neue Technologien anpassen, um effektiv zu bleiben, etwa an Cloud-Migration oder an KI-gesteuerte Bedrohungen.

Entwicklung einer Strategie für Informationssicherheit

Ein robustes IT Security Management System (ISMS) vereint Richtlinien, Prozesse und Technologien zu einer einheitlichen Strategie. Zu den Komponenten gehören:

  • Governance: Festlegung von Sicherheitsrichtlinien, Zuweisung von Verantwortlichkeiten und Definition von Rollen

  • Compliance: Erfüllung der Anforderungen gemäß Vorschriften wie der DSGVO und dem UK Data Protection Act

  • Kultur: Schulung der Beschäftigten zur Erkennung von Phishing-Versuchen und zur Einhaltung sicherer Vorgehensweisen

  • Technologie: Implementierung mehrschichtiger Sicherheitsmaßnahmen in Netzwerken, auf Endgeräten und in Cloud-Umgebungen.

Moderne Strategien beinhalten häufig Zero Trust. Dabei gilt, dass kein Benutzer und kein Gerät standardmäßig als vertrauenswürdig eingestuft werden sollte. Jede Zugriffsanfrage muss überprüft werden, um die Möglichkeiten für Angreifer, die sich erstmalig Zugang verschafft haben, auf ein Minimum zu beschränken. 

Informationssicherheitssysteme und Technologien

Technologie bildet die Grundlage jedes Programms zur Informationssicherheit. Zu den gängigen Systemen gehören:

  • Firewalls: Kontrolle des Netzwerkverkehrs, um bösartigen Zugriff zu blockieren

  • Intrusion Detection and Prevention Systems (IDS/IPS): Identifizierung und Beendigung verdächtiger Aktivitäten

  • SIEM: Erfassung und Analyse von Protokollen aus verschiedenen Systemen zur Erkennung von Bedrohungen

  • SOAR: Automatisierung von Reaktionen auf häufige Vorfälle

  • Cloud-Sicherheitsplattformen: Schutz von Workloads in Cloud-Umgebungen

Keines dieser Systeme reicht allein aus. Für einen wirksamen Schutz ist es wichtig, mehrere Abwehrmaßnahmen zu kombinieren, damit das Unternehmen auch dann geschützt bleibt, wenn eine davon versagt. Diese Strategie der mehrschichtigen Abwehr ist heute branchenübergreifend gängige Praxis

Trend Micro – Lösungen für die Informationssicherheit

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, bietet Trend Micro Lösungen, die den CIA-Prinzipien Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit entsprechen, darunter:

In Verbindung mit entsprechenden Richtlinien und Schulungen tragen diese Technologien dazu bei, dass Unternehmen Risiken für die Informationssicherheit minimieren, Compliance-Anforderungen erfüllen und ihren Ruf schützen können.

Einheitliche Informationssicherheit mit Trend Micro Vision One™

Der Aufbau einer effektiven Informationssicherheit erfordert Sichtbarkeit, Geschwindigkeit und Koordination auf jeder Ebene der Organisation. Durch die Konvergenz von Endpunkt-, E-Mail-, Netzwerk- und Cloud-Sicherheit hilft Trend Micro Vision One™ Unternehmen, Informationssicherheitsbedrohungen von einem Ort aus zu erkennen.

Fernando

Vice President of Product Management

Stift

Fernando Cardoso ist Vice President of Product Management bei Trend Micro. Er konzentriert sich auf die hoch dynamische Welt der KI und Cloud. Seine Laufbahn begann er als Network und Sales Engineer. In dieser Zeit entwickelte er seine Kompetenzen in den Bereichen Rechenzentren, Cloud, DevOps und Cybersicherheit weiter – Bereiche, denen nach wie vor seine Leidenschaft gilt.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

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Was ist Informationssicherheit?

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Informationssicherheit bezeichnet die Maßnahmen zum Schutz von Informationen – digitaler oder physischer Natur – vor unbefugtem Zugriff, Veränderung oder Zerstörung.

Was ist Infosec?

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Infosec ist eine gängige Abkürzung für Informationssicherheit und umfasst die Grundsätze, Prozesse und Technologien, die zum Schutz von Daten eingesetzt werden.

Warum ist Informationssicherheit wichtig?

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Sie schützt Daten vor Datenlecks, verringert finanzielle Risiken und Reputationsrisiken und gewährleistet die Einhaltung von Vorschriften wie der DSGVO.

Was sind die Prinzipien der Informationssicherheit?

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  • Die Grundsätze sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit – allgemein bekannt als CIA-Triade.

Was bedeutet die CIA-Triade im Bereich der Cybersicherheit?

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  • Die CIA-Triade definiert, wie Daten gesichert werden: Vertraulichkeit schränkt den Zugriff ein, Integrität gewährleistet die Richtigkeit und Verfügbarkeit garantiert den Zugriff bei Bedarf.

Wie unterscheiden sich Informationssicherheit und Cybersicherheit?

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  • Informationssicherheit ist ein weiter gefasster Begriff, der alle Formen des Datenschutzes umfasst. Cybersicherheit hingegen konzentriert sich auf den Schutz digitaler Systeme und Netzwerke.

Was ist Informationssicherheits-Risikomanagement?

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  • Es ist der Prozess der Identifizierung, Bewertung und Minderung von Risiken für Informationen durch Kontrollmaßnahmen, Richtlinien und kontinuierliche Überwachung.