Zero-Trust-Authentifizierung ist ein strenges IT-Sicherheitsmodell, das Berechtigungen einschränkt und von jeder Person, die auf Unternehmensressourcen zugreift, eine ordnungsgemäße Authentifizierung verlangt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Person Teil des Netzwerks ist oder sich außerhalb davon befindet.
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Zero-Trust-Authentifizierung behandelt alle Personen als gleichwertiges Risiko. Herkömmliche IT-Sicherheitsmodelle neigen dazu, Benutzern innerhalb des Netzwerks automatisch zu vertrauen und nur externe Benutzer als potenzielle Bedrohungen zu betrachten. Interne Benutzer und Konten können jedoch auch kompromittiert werden. Das bedeutet, dass sie nicht automatisch vertrauenswürdig sein sollten.
Mit dem „Trust Nothing“-Ansatz der Zero-Trust-Authentifizierung können Unternehmen Risiken begrenzen, wichtige Informationen schützen und Kosten im Zusammenhang mit Sicherheitsverletzungen sparen.
Zero-Trust-Authentifizierung nutzt strenge Prinzipien, um Berechtigungen für Benutzer zu begrenzen und die Netzwerksicherheit zu erhöhen, darunter folgende:
Herkömmliche Berechtigungen und Überwachungen im Bereich der Netzwerksicherheit bieten Benutzern ein grundlegendes Maß an Vertrauen und überprüfen darüber hinausgehende Berechtigungen. Auch wenn die Implementierung relativ einfach ist, kann dies riskant sein: Wenn allen Netzwerkbenutzern eine Basisberechtigung gewährt wird, haben einige Zugriff auf Daten und Ressourcen, die sie nicht benötigen. Das kann zu Verletzungen der Sicherheit führen.
Im Zuge der Umstellung von Unternehmen auf Remote-Arbeit und Cloud-basierte Netzwerksysteme ist die Netzwerksicherheit komplexer geworden. Das erhöht das Risiko, dass sensible Informationen abgerufen und missbraucht werden. Zero-Trust-Authentifizierung schränkt dies ein, indem sie jeden Benutzer als potenzielle Bedrohung behandelt und auf ein Basisniveau an Vertrauen verzichtet.
Bei der Zero-Trust-Authentifizierung weisen Unternehmen jedem Benutzer oder jeder Benutzerkategorie spezifische Berechtigungen zu, die auf ihrer Rolle und ihren beruflichen Anforderungen basieren, und aktualisieren diese bei Bedarf. Wenn Benutzer keinen Zugriff auf sensible Informationen haben, stellen sie kein Risiko dar.
Mit Zero-Trust-Authentifizierungsmethoden können Sie das Risiko Ihres Unternehmens vor Angriffen und Gefährdungen durch böswillige Nutzer begrenzen. Herkömmliche vertrauensbasierte Sicherheitsmaßnahmen erkennen Verstöße in der Regel erst, nachdem sie bereits stattgefunden haben. Das kann zu Verlusten oder Schäden in Millionenhöhe führen und den Geschäftsbetrieb gefährden. Zero-Trust-Authentifizierung ist eine proaktivere Form der Sicherheit, die sich darauf konzentriert, Sicherheitsverletzungen von vornherein zu verhindern.
Ein Authentifizierungsframework nach dem Zero-Trust-Prinzip ist in einzigartiger Weise in der Lage, Bedrohungen wie die folgenden zu bewältigen:
Die Grundprämisse der Zero-Trust-Authentifizierung lautet, dass es weitaus effizienter und sicherer ist, von vornherein davon auszugehen, dass jeder eine Bedrohung darstellt, als jedem zu vertrauen und erst zu reagieren, wenn Sicherheitsvorfälle auftreten.
Wenn Sie auf ein Zero-Trust-Authentifizierungs-Framework umsteigen, ist es wichtig, Ihre IT- und Sicherheitsteams sowie Ihre Benutzer auf den Erfolg vorzubereiten. Dafür müssen Sie folgende Punkte angehen:
Die Prinzipien der Zero-Trust-Authentifizierung einzuhalten, ist eine fortlaufende Aufgabe. Wichtig ist, dass die Richtlinien und Protokolle Ihres Unternehmens zur Netzwerksicherheit auf Ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind. Außerdem müssen sie allen Benutzern, die möglicherweise auf Ihr Netzwerk zugreifen, klar verständlich sein. Robuste Prinzipien und ein klares Verständnis davon tragen dazu bei, die Zero-Trust-Authentifizierung für Ihr Unternehmen so effektiv wie möglich zu gestalten.
Die größten Herausforderungen, denen sich Unternehmen bei der Einführung von Zero-Trust-Authentifizierung gegenübersehen, drehen sich in der Regel um folgende Aspekte:
Zero-Trust-Authentifizierung steht im Einklang mit Branchenstandards. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) und die International Organization for Standardization (ISO) bauen ihre Standards unter anderem auf der Überzeugung auf, dass jeder Benutzer, der auf Ihr Netzwerk zugreift, mithilfe von Multi-Faktor-Authentifizierung verifiziert werden sollte, um so viel Sicherheit wie möglich für Unternehmen zu gewährleisten. Die Multi-Faktor-Identifizierung ist nur eines von vielen Tools, die bei der Zero-Trust-Authentifizierung zum Einsatz kommen, um sicherzustellen, dass Identitäten gemäß den Branchenstandards gründlich und kontinuierlich überprüft werden.
Trend Vision One™ – Zero Trust Secure Access (ZTSA) ist eine moderne Lösung für die Zugriffskontrolle, die kontinuierlich die Identität der Benutzer und die Vertrauenswürdigkeit der Geräte in Ihrer gesamten digitalen Umgebung überprüft. ZTSA ermöglicht den sicheren Zugriff auf Anwendungen, Cloud-Dienste und GenAI-Tools mit Echtzeit-Richtliniendurchsetzung, risikobasierten Entscheidungen und einheitlicher Transparenz. Durch die Integration von Secure Web Gateway (SWG), Cloud Access Security Broker (CASB) und Zero Trust Network Access (ZTNA) hilft ZTSA Unternehmen dabei, Berechtigungen nach dem Prinzip der geringsten Privilegien durchzusetzen. Es trägt auch dazu bei, die Abhängigkeit von VPNs zu reduzieren und GenAI-Risiken zu kontrollieren – alles über eine einzige Plattform.
Jayce Chang ist Vice President of Product Management mit strategischem Schwerpunkt auf Security Operations, XDR und Agentic SIEM/SOAR.
Die Zero-Login-Authentifizierung ist eine Methode zur Authentifizierung von Benutzern, bei der für die Anmeldung in einem Netzwerk keine Benutzernamen oder Passwörter erforderlich sind.
Ein VPN gewährt autorisierten Benutzern umfassenden Netzwerkzugriff. ZTNA (Zero-Trust Network Access) dagegen erlaubt nur den Zugriff auf kleine, notwendige Unterkategorien von Ressourcen.
Die Anmeldung mit Benutzername und Passwort, das Scannen Ihres Fingerabdrucks und die Verwendung einer sicheren PIN zählen zu den Authentifizierungsmethoden.
OAuth ist ein Autorisierungs-Framework, mit dem Anwendungen von Drittanbietern ohne Anmeldedaten auf Ressourcen zugreifen können. Bei der SSO-Methode müssen sich Benutzer anmelden, um in ein System zu gelangen und Zugriff auf dessen Anwendungen zu erhalten.
OAuth gewährt Zugriff im Namen eines Benutzers, überprüft jedoch nicht die Identität des Benutzers.
Die drei Säulen von ZTNA (Zero Trust Network Access) sind Zugriff nach dem Prinzip der geringsten Privilegien, ständige Überprüfung und Risikominderung.
Die drei wichtigsten Schwerpunkte sind: wer der Initiator ist, welche Eigenschaften die Verbindung hat und wohin der Initiator gelangen möchte.
Fähigkeit/Kompetenz, Integrität und Wohlwollen/Sorgfalt sind die drei Säulen des Trust-Sicherheitsmodells.
Die fünf Säulen des Zero-Trust-Modells sind: Identität, Geräte, Netzwerk/Umgebung, Anwendungsworkload und Daten.
Krankenhäuser setzen Zero Trust ein, um Patientenakten zu schützen und die Datenschutzstandards der Branche einzuhalten. Cloud-Dienste wie Office 365 verwenden Zero-Trust-Prinzipien wie Multi-Faktor-Authentifizierung, um die Identität zu überprüfen und Daten zu schützen.