Was ist DLP (Data Loss Prevention)?

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Data Loss Prevention (DLP) ist definiert als Cybersicherheitslösung, die Datenschutzverletzungen erkennt und verhindert. 

Verhinderung von Datenverlust (DLP)

Ziel der Data Loss Prevention (DLP) ist es, Anwender daran zu hindern, sensible oder kritische Informationen außerhalb des Unternehmensnetzwerks weiterzugeben. Dazu werden die Inhalte und der Kontext der Daten überprüft, die über Messaging-Anwendungen gesendet, im Netzwerk übertragen oder auf einem verwalteten Endgerät verwendet werden. Gleiches gilt für Daten, die auf lokalen Servern oder in Cloud-Anwendungen und -Speichern gespeichert sind.

Es gibt zwei grobe Kategorien: 

  1. Enterprise DLP: Enterprise DLP ist eine umfassende, integrierte Softwarelösung für On-Premises-Server sowie physische und virtuelle Appliances zur Überwachung des Netzwerk- und E-Mail-Datenverkehrs zur Datenerkennung. 
  2. Integrierte DLP: Integrierte DLP ist eine Erweiterung bestehender Sicherheitslösungen mit kompakteren Funktionen, die leicht zugänglich sind. 

Warum ist DLP wichtig?

DLP spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um den Schutz von Unternehmen vor Datenverstößen, finanziellen Verlusten und Reputationsschäden geht. DLP hilft ein folgenden Bereichen:

  • Verhinderung von Datendiebstahl: DLP erkennt und blockiert alle Versuche, nicht autorisierte Daten zu übertragen.
  • Aufrechterhaltung der Compliance: DLP gewährleistet die Einhaltung regulatorischer Anforderungen wie DSGVO, HIPAA und PCI-DSS.
  • Schutz des geistigen Eigentums: DLP verhindert, dass vertrauliche Informationen in die falschen Hände geraten. 
  • Stärkung des Kundenvertrauens: DLP schafft Vertrauen, indem es den Schutz persönlicher Kundendaten garantiert.

Typen von DLP

Lösungen zum Schutz vor Datenverlust gibt es in verschiedenen Formaten. Jede davon wurde für den Schutz von Daten in bestimmten Umgebungen entwickelt. Diese Lösungen gewährleisten umfassende Sicherheit, indem sie verschiedene Schwachstellen und Datenübertragungspunkte berücksichtigen. Netzwerk-DLP, Endpunkt-DLP, E-Mail-DLP und Cloud-DLP zielen jeweils auf unterschiedliche Vektoren der Übertragung und Offenlegung von Daten ab.

Illustration of types of DLP.

Netzwork DLP

Das Ziel von Network DLP ist es, Daten zu schützen, während sie sich im Netzwerk bewegen. Sie überwacht den Netzwerkverkehr, um nicht autorisierte Datenübertragungen zu erkennen und zu verhindern, und stellt sicher, dass sensible Informationen innerhalb der Grenzen des Unternehmens bleiben. Network-DLP-Lösungen können Datenschutzverletzungen verhindern, indem sie verdächtige Aktivitäten blockieren oder kennzeichnen. Dazu analysieren sie Daten während der Übertragung.  

Endpoint DLP

Daten auf Endpunkt-Devices wie Laptops, Desktops und mobilen Geräten werden per Endpoint DLP im Rahmen der Datenzugriffs- und Nutzungskontrolle direkt an den Endpunkten gesichert. Dadurch lassen sich Datenlecks auf diesen Geräten verhindern. Benutzer können damit Datenbewegungen auf Benutzergeräten überwachen und Richtlinien durchsetzen, um sensible Informationen vor unbefugtem Kopieren oder Übertragen zu schützen.

Cloud DLP

Da Unternehmen zunehmend auf Cloud-Dienste setzen, sorgt Cloud DLP dafür, dass sensible Daten in Cloud-Anwendungen und Speicherdiensten sicher bleiben. Diese Lösungen überwachen und schützen Daten innerhalb von Cloud-Plattformen und tragen so dazu bei, Datenlecks und unbefugten Zugriff in einer Cloud-basierten Infrastruktur zu verhindern.  

Email DLP 

Email DLP konzentriert sich auf den Schutz sensibler Daten, die über E-Mail-Kommunikation weitergegeben werden. Es scannt ausgehende und eingehende E-Mails, einschließlich Anhänge und Nachrichteninhalte, um die unbefugte Offenlegung von Daten zu erkennen und zu verhindern. Mithilfe von Richtlinien und Verschlüsselungs- oder Blockierungsmaßnahmen verhindert E-Mail-DLP Datenlecks, die durch menschliches Versagen, Phishing oder Insider-Bedrohungen verursacht werden.

Funktionsweise von DLP Security

Der Zweck der Verhinderung von Datenverlust besteht darin, vertrauliche Informationen vor unbefugtem Zugriff, Offenlegung oder Exfiltration zu schützen. Folgende Punkte tragen dazu bei:

  • Identifizierung und Klassifizierung: DLP-Tools klassifizieren vertrauliche Daten anhand vordefinierter Regeln oder Algorithmen für Machine Learning, ermöglichen gezielte Schutzmaßnahmen und gewährleisten Compliance. Dies erleichtert Unternehmen die Erkennung von Finanzdaten, personenbezogenen Daten und geistigem Eigentum.
  • Datenüberwachung: Kontinuierliche Erfassung deckt Anomalien und Verstöße gegen Richtlinien in Echtzeit auf, indem Daten auf Endgeräten, in Netzwerken, in der Cloud und in E-Mails überwacht werden. Durch generierte Warnmeldungen und Kontrollen werden unbefugte Datenübertragungen verhindert. Unternehmen können die Compliance einhalten und Risiken reduzieren.
  • Durchsetzung von Richtlinien: Unternehmen müssen Regeln zum Umgang mit Daten definieren und erzwingen. DLP-Tools helfen dabei, indem sie nicht genehmigte Aktionen blockieren, einschließlich Cloud-Uploads. Regelmäßige Audits mit veränderlichen Risiken und Compliance-Anforderungen sind ebenfalls erforderlich. 
  • Incident Response: DLP warnt Sicherheitsteams bei potenziellem Datendiebstahl. Die Incident Response bewertet den Schweregrad und untersucht den Vorfall.
Illustration of How DLP security works

Warum DLP-Tools Probleme haben, die Datenexfiltration zu stoppen

Unabhängig davon, ob Sie Unternehmens- oder integriertes DLP nutzen, reicht es nicht aus, das Tool einfach nur auf Endpunkten, E-Mails oder Web-Gateways zu platzieren, um Datenexfiltration zu verhindern. DLP-Tools können umgangen werden, indem vertrauliche Informationen leicht geändert werden, zum Beispiel die Schreibweise der Kreditkartennummern, die Änderung der Zahlen in römische Ziffern oder das Hochladen eines Screenshots von PPI.

DLP-Tools können sehr restriktiv sein, da sie Unternehmen zwingen, aufgrund der Einschränkungen des Produkts bestimmte Anwendungen, Versionen und Dateitypen zu verwenden. Und wenn eine Schwachstelle in der unterstützten Softwareversion entdeckt wird, kann sie erst aktualisiert oder heruntergestuft werden, wenn auch die DLP-Umgebung aktualisiert wird. Noch komplizierter wird dies in modernen Infrastrukturen, die keine Perimeter mehr haben und Daten kontinuierlich von lokalen Servern in die Cloud – oder Clouds – verschieben.

Eine andere Denkweise

Secure Access Service Edge (SASE) kombiniert Funktionen aus zwei diskreten Ebenen – Netzwerk und Sicherheit –, die sich um die Daten selbst drehen.

SASE setzt eine Zero-Trust-Strategie ein, um Netzwerkverbindungen für Benutzer und Geräte zu sichern und zu optimieren. Dabei gilt die Annahme, dass alle Geräte und Benutzer nicht vertrauenswürdig sind. Das Prinzip „nie vertrauen, immer verifizieren“ erfordert Authentifizierung und Autorisierung für Benutzer sowohl innerhalb als auch außerhalb des Netzwerkperimeters, bevor ihnen Zugriff auf Ressourcen gewährt wird

Illustration of Stronger Data Exfiltration Defence.

Arten von Datenbedrohungen

Damit Maßnahmen zur Verhinderung von Datenverlusten wirksam umgesetzt werden können, ist es entscheidend, die Ursachen für Datenlecks zu verstehen. Datenbedrohungen stammen aus einer Vielzahl von Quellen, und die Identifizierung dieser Bedrohungen trägt zur Stärkung der Sicherheitsmaßnahmen bei.

Phishing

Phishing ist eine Art von Cyberangriff, bei dem Cyberkriminelle allgemeine E-Mails versenden und sich dabei als legitim ausgeben. Diese E-Mails enthalten betrügerische Links, um private Informationen von Benutzern zu stehlen. Phishing-Angriffe sind am effektivsten, wenn die Adressaten nichts davon bemerken. 

Ransomware

Ransomware ist eine Malware, die lokal und in Netzwerken gespeicherte wichtige Dateien verschlüsselt und ein Lösegeld für die Entschlüsselung fordert. Hacker entwickeln diese Art von Malware, um durch digitale Erpressung Geld zu verdienen.

Die Verschlüsselung durch Ransomware kann nur mit dem passenden Schlüssel rückgängig gemacht werden. Das einzige andere Mittel zur Wiederherstellung der Daten ist ein Backup.

Cyberangriff

Ein Cyberangriff ist ein vorsätzlicher und böswilliger Versuch einer Person oder Gruppe, in die Informationssysteme von Unternehmen oder Einzelpersonen einzudringen, um Daten zu stehlen, zu stören oder zu verändern. Da digitale Technologien in der heutigen Zeit immer unverzichtbarer werden, sind Cyberangriffe zu einer der größten Bedrohungen für Unternehmen und Privatpersonen geworden.

Malware

Malware ist die Abkürzung für Malicious Software (bösartige Software). Sie bezeichnet Software, die entwickelt wurde, um Computersysteme zu infiltrieren, zu beschädigen oder sich unbefugten Zugriff darauf zu verschaffen. In der Cybersicherheit stellt Malware eine ständige Bedrohung dar. Sie ermöglicht den Diebstahl sensibler Informationen und kann Nutzern und Unternehmen erheblichen Schaden zufügen.

Typische Datenbedrohungen und Ursachen für Datenlecks

Externe Bedrohungen

Externe Bedrohungen haben ihren Ursprung stets außerhalb der Organisation oder des Unternehmens. Sie stammen in der Regel von böswilligen Akteuren wie Hackern, Cyberkriminellen und staatlich geförderten Instanzen. Effektive DLP-Lösungen wie Endpoint DLP sind entscheidend für die Erkennung und Abwehr dieser Bedrohungen. Die Implementierung robuster DLP-Sicherheitsmaßnahmen schützt vor unbefugtem Zugriff und potenziellen Datenschutzverletzungen.

Interne Bedrohungen

Das Management interner Bedrohungen ist in der Regel herausfordernd, weil sie ihren Ursprung innerhalb der Organisation haben. Zu den Bedrohungen gehören böswillige Insider, die absichtlich Daten weitergeben oder stehlen. Dazu kommen unfreiwillige Insider, die versehentlich Datenlecks verursachen. Die Implementierung strenger DLP-Richtlinien und der Einsatz von Endpunkt-DLP-Lösungen können dabei helfen, interne Datenaktivitäten zu überwachen und zu kontrollieren. Sensible Informationen bleiben so vor absichtlichen und unbeabsichtigten internen Bedrohungen geschützt.

Fahrlässigkeit bei Cybersicherheit

Fahrlässigkeit ist die Nichtbeachtung von Sicherheitsprotokollen, die zu unbeabsichtigten Datenverstößen führt. Gängige Beispiele sind die Verwendung schwacher Kennwörter, verpasste Software-Updates und eine mangelhafte Datenverschlüsselung. DLP-Lösungen können dazu beitragen, die mit Fahrlässigkeit verbundenen Risiken zu verringern. Sie setzen Sicherheitsrichtlinien durch und weisen regelmäßig auf bewährte Verfahren hin. Programme zur Schulung und Sensibilisierung sind ebenfalls unerlässlich, wenn es darum geht, fahrlässiges Verhalten zu reduzieren und die allgemeine Datensicherheit zu verbessern.

Hilfeangebote zum Management von DLP

Für das Management von Data Loss Prevention (DLP) reicht es nicht aus, lediglich zu verhindern, dass sensible Daten das Unternehmen verlassen. Es erfordert einen proaktiven, intelligenten Ansatz zur Identifizierung, Klassifizierung und zum Schutz von Daten auf jeder Ebene Ihrer Umgebung.

Trend Vision One™ bietet eine einheitliche Plattform, die DLP vereinfacht und stärkt, indem sie Endpunkt- und E-Mail-Sicherheit integriert – zwei der häufigsten Vektoren für Datenexfiltration. Mit integrierter Datenklassifizierung, Durchsetzung von Richtlinien und Analyse des Benutzerverhaltens trägt Trend Vision One dazu bei, Datenlecks zu erkennen und zu verhindern, bevor sie auftreten.

Ganz gleich, ob Sie geistiges Eigentum, Kundendaten oder regulierte Informationen schützen möchten – Trend Vision One bietet Ihren Teams von einer einzigen Konsole aus Transparenz und Kontrolle über Endgeräte, E-Mails und vieles mehr.

Lesen Sie nach, wie Trend Vision One Ihnen dabei helfen kann, DLP sicher zu verwalten. 

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Vice President of Product Management

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Michael Habibi ist ein führender Experte für Cybersicherheit mit über 12 Jahren Erfahrung. Er ist spezialisiert auf Produktentwicklung und strategische Innovation. Als Vice President of Product Management bei Trend Micro steuert Michael die Ausrichtung der Endpunkt-Produktstrategie auf die rasant fortschreitende Bedrohungslandschaft.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

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Was bedeutet Data Loss Prevention?

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Data Loss Prevention ist eine Sicherheitsstrategie, die sensible Daten erkennt, überwacht und schützt, um unbefugten Zugriff, Verlust oder Offenlegung zu verhindern.

Wie funktioniert DLP?

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DLP funktioniert durch Datenscans, Sicherheitsrichtlinien, Benutzerüberwachung, Blockierung riskanter Aktionen und Verhindern, dass vertrauliche Informationen geschützte Systeme verlassen.

Was ist ein Beispiel für DLP?

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Ein Beispiel für DLP ist Software, die sensible Dateien erkennt, Freigaben blockiert, Daten verschlüsselt und Administratoren über mögliche Lecks informiert.

Was sind die Haupttypen von Datendrohungen?

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Hauptdatendrohungen umfassen Malware, Insider-Missbrauch, Phishing, Datenlecks, Gerätegröße, Fehlkonfigurationen, Ransomware und unbefugten Zugriff auf vertrauliche Informationen.

Was ist eine Data-Loss-Prevention-Richtlinie?

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Eine DLP‑Richtlinie definiert Regeln, Kontrollen und Prozesse zum Erkennen, Verarbeiten und Schützen sensibler Daten in Systemen, Netzwerken und Geräten.

Warum ist DLP für Unternehmen wichtig?

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DLP ist wichtig, weil es Datenverluste verhindert, Compliance unterstützt, geistiges Eigentum schützt, Risiken reduziert und Vertrauen durch Datensicherheit stärkt.

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