Laut einer Studie von Trend Micro stellen Lieferketten die Hauptrisikoquelle dar
Garching bei München, 18. Oktober 2022 – Trend Micro, einer der weltweit führenden Anbieter von Cybersicherheitslösungen, veröffentlicht eine neue Studie, aus der hervorgeht, dass weltweit 86 Prozent der Unternehmen und Einrichtungen im Gesundheitswesen, die von Ransomware betroffen waren, Betriebsausfälle erlitten.
Laut der Studie des japanischen Sicherheitsanbieters räumten weit mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten Healthcare-Unternehmen ein, in den letzten drei Jahren durch Ransomware kompromittiert worden zu sein. 25 Prozent der Opfer gaben außerdem an, dass ihr Betrieb vollständig zum Erliegen gekommen sei. Weitere 60 Prozent erlebten eine Beeinträchtigung ihrer Geschäftsprozesse. Im Durchschnitt dauerte es bei den meisten Unternehmen Tage (56 Prozent) oder Wochen (24 Prozent), bis der Betrieb wieder vollständig hergestellt war. Ransomware verursacht nicht nur im Gesundheitssektor erhebliche betriebliche Probleme, sondern gilt auch in anderen Branchen als eines der größten Cyberrisiken.
Bei drei Fünftel (60 Prozent) der Befragten gerieten sensible Daten durch den Angriff in falsche Hände. Dies stellt ein erhöhtes Compliance-Risiko dar und kann der Unternehmensreputation schaden. Außerdem erhöhen sich die Kosten für Nachforschungen, Eindämmungsmaßnahmen und die Bereinigung des Vorfalls.
Die Teilnehmer der Studie nannten Schwachstellen in der Lieferkette als eine der größten Herausforderungen. Relevant sind vor allem folgende Bereiche:
Die gute Nachricht ist, dass ein Großteil der Gesundheitseinrichtungen (95 Prozent) bei vor allem nach außen sichtbaren Systemen regelmäßig Patches aktualisiert, während ein fast ebenso großer Anteil (91 Prozent) E-Mail-Anhänge einschränkt und so das Malware-Risiko verringert. Viele befragte Unternehmen nutzen darüber hinaus Tools für Network (NDR), Endpoint (EDR) oder Extended Detection and Response (XDR).
Die Studie von Trend Micro zeigt jedoch auch potenzielle Schwachstellen auf, darunter:
„Cyberkriminelle suchen sich ganz gezielt Einrichtungen des Gesundheitswesens heraus, die ein vermeintlich schwaches Glied in ihrer Verteidigungskette aufweisen. Der große Druck, der derzeit auf Unternehmen und Einrichtungen in der Branche lastet, sowie häufig geringe IT-Security-Budgets, die nicht in Relation zur Wichtigkeit der Systeme stehen, machen sie zu leichten Opfern von Angriffen.“, so Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „Damit zählt die Healthcare-Branche zu den Top 3 der am meisten angegriffenen Branchen weltweit.“
An dieser Stelle sollte auch darauf hingewiesen werden, dass die Bundesregierung im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) seit Januar 2021 auch Investitionen in die IT-Security unterstützt.
Weitere Studienergebnisse finden Sie in englischer Sprache hier:
https://www.trendmicro.com/explore/glrans
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