Hallbergmoos, 14. April 2015. Das erfolgreiche Abschalten des Botnetzes SIMDA, das weltweit mehr als 770.000 Computer in rund 190 Ländern kontrolliert hat, zeigt: Die 2013 zwischen INTERPOL und Trend Micro beschlossene Zusammenarbeit trägt Früchte. So hat der japanische Sicherheitsanbieter zusammen mit anderen IT-Unternehmen im Rahmen der „Operation SIMDA“ seinen Beitrag zur Abschaltung des Botnetzes geleistet. Auf der vom 14. bis 16. April in Singapur stattfindenden INTERPOL World 2015 widmet sich Trend Micro dem weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit der internationalen Polizeibehörde und präsentiert seine Ideen und Analysen zur Entwicklung und Bekämpfung von Cyberkriminalität und -spionage.

„Das Abschalten von SIMDA ist das perfekte Beispiel dafür, wie wichtig und erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsspezialisten aus der Industrie und internationalen Strafverfolgungsbehörden sein kann“, betont Sicherheitsexperte Udo Schneider, Pressesprecher beim japanischen IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro. „Wir haben deshalb die Gründung des internationalen Kompetenzzentrums ‚INTERPOL Global Complex for Innovation (IGCI)‘ in Singapur 2014 begrüßt, damit die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten optimal koordiniert werden kann. Anders ist eine weltweite Bedrohung wie ein großes international verteiltes Botnetz nicht effektiv zu bekämpfen.“

Kostenloses Tool zur SIMDA-Beseitigung
Anwender, die befürchten, ihr Rechner könnte mit der SIMDA-Schadsoftware infiziert sein, können den kostenlosen Trend-Micro-Service „Housecall“ nutzen und ihren Computer säubern lassen. Nach einem Hinweis von Microsoft an INTERPOL hat Trend Micro den SIMDA-Schädling, seine Verbreitung und die Standorte der Befehls- und Kontrollserver zusammen mit anderen IT-Sicherheitsanbietern wie Kaspersky analysiert.

Neben der Mitarbeit am IGCI stellt Trend Micro in mehreren Ländern Ausbildungsprogramme für die Mitarbeiter bei INTERPOL, bei Regierungs- und Polizeieinrichtungen sowie bei großen Unternehmen bereit. Die Programme umfassen e-Learning-Module ebenso wie Präsenz-Schulungen, Workshops sowie professionelle Zertifizierungen.

Die Zukunft des Cybercrime – und der Kampf dagegen
Auf der alle zwei Jahre stattfindenden INTERPOL World widmet sich Trend Micro in seinem umfassenden Vortragsprogramm den aktuell beobachteten Trends im Cyberuntergrund. Dazu gehören unter anderem die „Globalisierung“ der verschiedenen Untergrundökonomien, die zunehmende Automatisierung von Cybercrime-Kampagnen zum Beispiel durch Exploit-Kits und die zunehmende Verlagerung der kriminellen Aktivitäten in das Deep Web, den für die Ermittlungsbehörden nur schwer zugänglichen Teil des Internet. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen, aber auch von Dienstleistungen, Plattformen und sogar Geschäftsmodellen findet im Cyberuntergrund mittlerweile länderübergreifend statt. Dies führt unter anderem dazu, dass die von den Online-Gangstern und -Spionen verwendeten Tarnmechanismen weltweit immer effektiver werden und eine Erkennung von digitalen Schädlingen und Angriffen erschweren. Darüber hinaus informiert Trend Micro die Teilnehmer auf der INTERPOL World 2015, wie zielgerichtete Angriffe genau funktionieren, wie Unternehmen und Behörden sich dagegen wappnen können und was sich gegen Zero-Day-Attacken ausrichten lässt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Abschalten von SIMDA sind im deutschen Trend Micro-Blog erhältlich.

Wissenswertes zur INTERPOL World 2015 ist unter https://www.interpol-world.com abrufbar.

Anwender können die kostenlose Antimalware-Lösung Trend Micro Housecall hier starten.