Android-Malware: Wer jetzt nicht handelt, muss aus Schaden klug werden

Ein Kommentar von Udo Schneider, „Solution Architect“ beim IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro

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Hallbergmoos, 29. Juni 2012. Als Trend Micro Ende vergangenen Jahrs davor warnte, die Zahl der mobilen Schädlinge für Android-Geräte könne exponentiell auf über 100.000 bis Ende 2012 wachsen, mögen manche den Kopf geschüttelt haben. Doch leider zeigt sich immer mehr, dass die Realität diese Einschätzung bislang bestätigt. So hat die Zahl der bösartigen Android-Apps allein im Juni sich von 10.000 auf 20.000 verdoppelt.

Die Geschwindigkeit, mit der täglich neue mobile Bedrohungen im Internet auftauchen, nimmt weiter zu – leider wie erwartet. Ende März hat die Gesamtzahl der von Trend Micro beobachteten mobilen Schädlinge für Android noch bei 5.000 gelegen. Dann dauerte es noch zwei Monate, um die Zahl zu verdoppeln, zuletzt jedoch nur noch vier Wochen. Indes ist dieser Anstieg gar nicht das Schlimmste an der gegenwärtigen Situation, denn er war angesichts des weltweiten Siegeszugs der mobilen Endgeräte insbesondere auf Android-Basis zu erwarten. Gravierender ist der Sicht von Trend Micro die Tatsache, dass die Anwender sich diesen Gefahren fast schutzlos ausliefern. Allein die 17 bösartigen Apps, die Trend Micro in Google Play entdeckt hatte, wurden mehr als 700.000 Mal heruntergeladen, bevor sie entdeckt und aus dem offiziellen Google-Markt entfernt wurden.

Besonders schwer ist es für Anwender, legitime von bösartigen Android-Apps zu unterscheiden. Denn die Schädlinge setzen die Tarnkappe des Saubermanns auf und geben sich zum Beispiel als kostenlose Version eines begehrten Spiels aus. Nicht weniger als 30 Prozent der bösartigen Android-Apps nutzen diese offensichtlich sehr erfolgreiche Taktik. Ebenfalls weit verbreitet sind Spionage-Apps, die das GPS-Signal der Geräte überwachen sowie Texte und Adressbücher auslesen.

Nicht überall wo Google draufsteht, ist Google drin
Anders als im Fall von Apples mobilem Betriebssystem und App-Markt stellt Android ein offenes Ökosystem dar. Das heißt, dass Google nur einen Teil der weltweit entwickelten Apps kontrollieren kann – schließlich gibt es eine steigende Zahl von Drittanbietern von Online-Marktplätzen für Android-Apps. Die Anwender müssen deshalb für ihre Sicherheit selbst sorgen. Wer angesichts der aktuellen Zahlen jetzt nicht handelt, wird wohl erst aus Schaden klug werden. Denn mittlerweile dürfte klar geworden sein, dass die Warnungen von IT-Sicherheitsanbietern vor mobilen Bedrohungen keine Panikmache sind und niemals waren.

Kostenloses Tool zum Entfernen von schädlichen Apps
Anwender, die befürchten, dass ihr Android-Gerät bereits durch bösartige mobile Apps infiziert sei, können mit dem kostenlosen App-Scanner von Trend Micro die Schädlinge entdecken und entfernen: ‚HouseCall Mobile‘ ist als kostenloser Bestandteil Teil der Sicherheitslösung „Trend Micro Mobile Security for Android – Personal Edition“ erhältlich.

Tipps für Android-Nutzer
Die Experten von Trend Micro haben fünf einfache Tipps zusammengestellt, wie Android-Nutzer ihr Smartphone vor bösartigen Apps schützen können.


Über Udo Schneider

Als „Solution Architect EMEA“ beim IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro ist Udo Schneider mit den Gefahren vertraut, die im Internet lauern, und weiß, wie man sich vor ihnen schützen kann. Bei der Entwicklung geeigneter Gegenmaßnahmen konzentriert er sich auf die Themen Cloud-Computing, Virtualisierung, Verschlüsselung und Netzwerksicherheit.

Schneider greift dabei auf eine langjährige Erfahrung zurück, die er als Berater, Trainer und Professional-Services-Analyst bei führenden Anbietern des IT-Sicherheitsmarktes erworben hat.